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Im Fokus: Die Revolutionärin und die Wäscherin

Mit ihrem neusten Lebensroman «Tochter des Geldes» schreibt Eveline Hasler eine berührende Hommage an Mentona Moser – die reichste Revolutionärin Europas. Seinen Erstling widmet der junge Historiker Benedikt Meyer dem Leben seiner Urgrossmutter, die mit 19 Jahren nach Amerika ausgewandert ist. Eveline Hasler liest und erzählt am Mittwoch, 15. Mai, Benedikt Meyer am Mittwoch, 22. Mai. Jeweils ab 19.30 Uhr im Zentrum Lina Bögli im Kornhaus Herzogenbuchsee. Das Zentrum Lina Bögli mit der Dauerausstellung ist zur Eröffnung bei freiem Eintritt mit Kollekte wiefolgt geöffnet: Samstag, 11. Mai 10 bis 17 Uhr; Sonntag, 12. Mai, 10 bis 17 Uhr. Die Öffnungszeiten danach: Freitag/Sonntag, 14-17 Uhr.

 

Dies gleich vorab: Es gibt keine direkten familiären Verbindungen der Mentona Moser mit den Mosers aus Herzogenbuchsee – der «Kreuz»-Mäzenin Amelie, ihrer Tochter Amy Moser. Aber: Eveline Hasler zeichnet in ihrem neuen Buch «Tochter des Geldes» das Leben einer ebenso aussergewöhnlichen Frau nach.

 

 

Die reiche Revolutionärin

Der Vater, Heinrich Moser, legendärer wie steinreicher Uhrenfabrikant in Schaffhauen, starb 1874, als Mentona erst vier Tage alt war. Die Mutter Fanny war kalt, gewaltsam und herrschsüchtig. Mentona, deren Weg sie nach London, Berlin und Moskau führte, widersetzte sich: erst den Erwartungen der Mutter, später den vorgezeichneten Rollenbildern und den Zumutungen der Zeit. Als Gründungsmitglied der kommunistischen Partei in der Schweiz wurde sie zur bedeutenden Sozialrevolutionärin und Feministin. Sie starb 1971 in einem Pionierheim der DDR in Ostberlin. Ihr Ehrengrab der DDR findet sich heute noch auf dem Friedhof Friedrichsfelde in Berlin. Für Eveline Hasler ist Mentona Moser «eine Unbeugsame, die das zwanzigste Jahrhundert prägte – und vergessen wurde.»

 

 

 

Die arme Wäscherin

1891 wandert die erst 19-jährige Stephanie Cordelier aus dem Baselbiet nach Amerika aus. Aus ärmlichen Verhältnissen stammend – die Mutter ernährt als Wäscherin die Familie, der Vater ist Alkoholiker – erhofft sich Stephanie in der Neuen Welt ein besseres Leben. 125 Jahre später beschliesst der Urenkel Benedikt Meyer, ihrer Geschichte nachzugehen. Mit einem Containerschiff reist er über den Atlantik und mit dem Fahrrad nach Ohio, um vor Ort «auf den Spuren der Wäscherin Stephanie Cordelier» herauszufinden, was seine Urgrossmutter damals erlebt hat. Sein Buch, ein Roman und Erstling, heisst «Nach Ohio».

 

 

Das Zentrum Lina Bögli im Kornhaus Herzogenbuchsee freut sich auf Ihr Dabeisein:

Mittwoch, 15. Mai, 19. 30 Uhr: Eveline Hasler liest und erzählt von Mentona Moser, der «Tochter des Geldes».

Mittwoch, 22. Mai, 19.30 Uhr: Benedikt Meyer liest und erzählt von seiner Reise auf den Spuren seiner Urgrossmutter Stephanie Cordelier.

 

Eintritt: jeweils 20 Franken. Die beiden Bücher gibt es an den Lesungen zu kaufen. Sie werden gerne auch signiert.

 

Ihre Platz-Reservation nimmt Beat Hugi als SMS oder Anruf über 079 228 02 63 oder E-Mail beathugi@bluewin.ch gerne entgegen.

 

Das Zentrum Lina Bögli mit der Dauerausstellung ist zur Eröffnung bei freiem Eintritt mit Kollekte wiefolgt geöffnet: Samstag, 11. Mai 10 bis 17 Uhr; Sonntag, 12. Mai, 10 bis 17 Uhr. Die Öffnungszeiten danach: Freitag/Sonntag, 14-17 Uhr.

 

Gut zu wissen

Das Zentrum Lina Bögli im Dachgeschoss Kornhaus Herzogenbuchsee (hinter dem Gemeindehaus mit dem Amiet-Wandgemälde) an der Wangenstrasse 1 ist im Normalfall am Freitag von 14 bis 17 Uhr und am Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Die speziellen Öffnungszeiten zur Eröffnung:
Samstag, 11. Mai 10 bis 17 Uhr; Sonntag, 12. Mai, 10 bis 17 Uhr.

In den Sommerferien der Schulen ist das Zentrum geschlossen. In Ausnahmefällen ebenso. Die Daten werden hier auf der Website jeweils frühzeitig bekannt gemacht. Das gilt auch für die Öffnungszeiten an Fest- und Feiertagen.

Der Eintritt ist frei, mit Kollekte. Das Zentrum ist rollstuhlgängig, das Dachgeschoss per Lift erreichbar. Das Kornhaus ist in 5 Gehminuten ab Bahnhof Herzogenbuchsee zu erreichen.

Besuche und Führungen für Gruppen ab 5 Personen sind auf Wunsch und in Absprache ausserhalb der Öffnungszeiten möglich. Bitte kontaktieren Sie dazu Beat Hugi: 079 228 02 63, E-Mail beathugi@bluewin.ch

Kernstück des Zentrums ist die Dauerausstellung zum Reisen und Leben von Lina Bögli. Diese Ausstellung wird laufend mit Original-Utensilien von Lina Bögli ergänzt und erweitert. Zu sehen sind in der Dauerausstellung auch die Tagebücher, Originalmanuskripte, Dias usw. Die verschiedenen Destinationen von Lina Böglis Reisen werden in einem Viewmaster-Karussell interaktiv präsentiert.

Zu den Dauer-Exponaten organisiert das Zentrum Lina Bögli sporadisch Sonderausstellungen, Diskussionsrunden, Vorträge, Lesungen und andere Veranstaltungen angeboten. Themen und Termine werden jeweils auch an dieser Stelle publiziert.

 

Mehr dazu

Kontakt

Zentrum Lina Bögli
im Kornhaus Herzogenbuchsee
c/o Verein Pro Amiet-Hesse-Weg
Beat Hugi
Feldstrasse 10
4900 Langenthal

Telefon 079 228 02 63
E-Mail: info@lina-boegli.ch